Bärlauch

Leider war der Winter des heurigen Jahres eher unspektakulär, weswegen mein letzter Beitrag schon eine Weile her ist. Nichts desto trotz möchte ich diesmal einen Beitrag einer ganz anderen unscheinbaren Naturgewalt widmen und zwar dem Bärlauch.

Viele kennen dieses Gewächs gar nicht oder nur aus irgendwelchen Geschichten. In den letzten Tagen durfte ich sogar oftmals hören “Der ist doch giftig!” Das ist allerdings absoluter Blödsinn, denn der Bärlauch ist eines der besten Kräuter die man essen kann!

“Auch in der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.”

Quelle: Wikipedia

Nun sollte jedem klar sein, dass Bärlauch alles andere als giftig und ungesund ist, allerdings bleibt nun die Frage offen, wo man den finden kann. Die Antwort ist einfach, nämlich überall! Die ersten warmen Sonnenstrahlen anfang März lassen dieses Kraut sprießen wie kein anderes Gewächs und vorallem in Wäldern und Augebieten liegt ein leichtes Knoblauch Aroma in der Luft, was vom Bärlauch kommt. Oftmals sind weite Flächen dicht von diesem Kraut bewachsen und das ist auch gut so.

Meist wächst er in Büscheln, aber auch seltener in einzelnen Blättern.

An dieser Stelle möchte ich aller deutlichst darauf hinweisen, dass es auch Pflanzen wie zb die Maiglöckchen gibt, die dem Bärlauch zum verwechseln ähnlich schauen! Ebenso gibt es noch andere Pflanzen die dem Bärlauch ähnlich sind, wie zb die Herbstzeitlose. Allerdings bevorzugen diese Pflanzen andere Standorte und wachsen etwas später. Aus diesem Grund empfiehlt es sich den Bärlauch jung vor der Blütezeit zu ernten um Verwechslungen zu vermeiden und vor der Blüte hat der Bärlauch das beste Aroma.

Nachdem man im Frühjahr kurz nach der Schneeschmelze ein bisschen Bärlauch geerntet hat

geht es nun weiter zur Verarbeitung und zum haltbar machen. Unverarbeitet wird der Bärlauch binnen weniger Tage welk. Einfrieren ist eine gute Alternative, das sollte man allerdings nur im Notfall nach dem waschen machen.

Besser ist es den Bärlauch frisch auf einem Butterbrot, mit Salat oder einem Nudelsalat zu genießen, oder ihn zu einem Pesto zu verarbeiten. Der leicht scharfe und Knoblauch ähnliche Geschmack bietet zu vielen Speisen eine wunderbare Kombination und durch das haltbar machen kann man das Ganze Jahr über Bärlauch genießen.

Man beginnt damit, dass man den Bärlauch schneidet.

Danach püriert man ihn mit etwas Öl,

bis man die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Aufgrund der langen Haltbarkeit ist Rapsöl sehr beliebt bei der Produktion, allerdings bieten Olivenöl oder andere Öle ebenfalls gute Geschmacksvariationen.

Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und fertig ist das Bärlauchpesto. Dieses sollte man dann in desinfizierte Gläser geben und an einem dunklen Ort lagern. Die Aufbewahrung im Kühlschrank kann die Haltbarkeit noch weiter verlängern, aber da Öl konservierend wirkt und die antiseptische Wirkung des Bärlauchs ebenfalls eine lange Haltbarkeit garantiert, ist das nicht zwingend notwendig. Nachdem man das Pesto in Gläser gefüllt hat, sollte man das Pesto mit Öl bedecken, damit es sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten ist und die längst mögliche Haltbarkeit gewährleistet wird.

Zu guter Letzt bleibt noch die Frage offen, was man dann mit diesem Pesto machen kann. Am Besten passt es zu Salaten, Nudelsalaten, als Paste fürs Brot, zu Grillgerichten, zu verschiedensten Fleischgerichten oder einfach mit Topfen, zur kalten Jause am Abend oder als Dip. Im Internet findet man unzählige Rezepte. Vor der Verwendung empfiehlt es sich oftmals den Bärlauch mit geriebenen Parmesan und Pinienkernen zu vermischen, da dies das Pesto noch zusätzlich verfeinert.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim nachmachen, die kommenden zwei Wochen ist die beste Zeit zum Ernten.

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