Das neue Arbeitstier für Forces of Nature

Nach vielen Jahren treuer Zusammenarbeit ist nun langsam die Zeit gekommen, meinen aufgemotzten Dell Vorstro 3550 mit Core i5 Sandy Bridge CPU, 8GB RAM und Samsung 840 EVO SSD nur noch für die Uni zu verwenden und die rechenintensiven Grafikanwendungen einem potenteren System zu überlassen.


Zusammenstellung im Detail:


CPU:

Als erstes, natürlich auch dem interessantestem an einem neuen PC ist für die Meisten natürlich die CPU. Hier habe ich mich für die neue Generation von Intel entschieden, Skylake, da diese viele neue Features wie DDR4, USB 3.1 und M.2/M-Key PCIe 3.0 x4 Support mit sich bringt, die vor allem für die Zukunft gewaltige Performace verspricht.
Besonders für Video Schnitt und Bildbearbeitung ist hier einerseits ein Multicore Prozessor unumgänglich, aber auch die Leistung pro Kern sollte nicht fehlen. Deswegen habe ich mich für den i7 6700K entschieden. Denn Prozessoren mit mehreren Kernen haben oft geringere Single Core Leistung und Prozessoren mit weniger Kernen generell keine so hohe Leistung. Obendrein sind CPU’s mit mehrern Kernen für nur wenige Prozent Mehrleistung deutlich teurer und die Mainboards sind nochmals deutlich teurer. Somit ist klar auf welchen Prozessor die Wahl fällt.

Mainboard:
Eine der wichtigsten Komponenten im Computer ist eigentlich das Mainboard, da hier alles angesteckt wird, alle Komponenten darauf kommen und dieses sozusagen das gesamte System stützt. Hier ist die Wahl auf auf eine Asus Z170-A Platine gefallen, da diese einerseits meiner Meinung nach ein wunderbares Styling besitzt,
aber andererseits auf der Rückseite sehr viele wichtige und unterschiedliche Anschlüsse bietet.
Neben USB 2 und 3 finden sich auch USB 3.1 Gen. 2 Typ A und C Anschlüsse, sowie alle derzeit gängigen Display Anschlüsse und den älteren PS/2 Anschluss.  Dank Z170 Chipsatz bietet das Mainboard allerdings noch viele weitere Features wie zb auch Thunderbolt, was für mich aber derzeit noch nicht von Bedeutung ist.
Grafikkarte:
Eine der wichtigsten Komponenten im Video/Foto Computer ist die Grafikkarte. Hier ist meine Wahl auf eine GeForce GTX950 gefallen, da diese einen neuen Grafikchip verwendet. Dieser liegt beim Rendern von Full HD und 4K Videos mindestens mit den teureren Spielerkarten gleich auf und schafft es sogar im neuen H.265 Codec zu Rendern und ist hier sogar im Spitzenfeld vertreten. Hier ist in vielen Fällen nur die GTX960 teilweise schneller, mit einem unverhältnismäßigen Aufpreis, sowie die neue Grafikkartengenerationen, die nochmals für nur wenige Prozent Mehrleistung deutlich mehr kosten.
Da immer mehr Grafikanwendungen und Bildbearbeitungs- und Videosschnittprogramme auf Grafikkarten Unterstützung setzen, wird diese auch in den kommenden Jahren noch gute Dienste Leisten und erst bei einem nennenswerten Leistungssprung einer neuen Grafikkarten Generation ersetzt werden.

Festplatte:
Hier hatte ich die Wahl ob ich jetzt schon eine schnelle M2 SSD nehme oder eine klassische SATA SSD. Da der Aufpreis und der Leistungsgewinn derzeit in noch keiner Relation stehen, habe ich mich für den Preis – Leistungs Tipp, die Samsung EVO 850 entschieden. Mit 500GB Speicherplatz ist noch genug Platz auch um größere Projekte zur Bearbeitung zwischen zu lagern.

Arbeitsspeicher:
Grafik und Video Bearbeitung benötigt Unsummen von Arbeitsspeicher und hier hab ich mich vorerst für 32GB (2x16GB)entschieden. In Zukunft wird dieser bei Bedarf auf 64GB 4x16GB) aufgerüstet.

Netzteil:
Um das System zum Laufen zu bringen, benötigt man natürlich ein Netzteil, was genügend Power liefert. Hier hab ich mich für ein Markennetzteil, das be quiet! Straight Power 10 in der 400W Version entschieden. Voraussichtlich wird die Systemzusammenstellung knapp unter 300W an Leistung benötigen und dank der 80+ Gold Zertifizierung könnte das Netzteil sogar noch etwas Leistungshungrigere Komponenten ohne Probleme versorgen.

Gehäuse + Kühlung:
Die Außenhülle eines Computers ist sozusagen das Styling und das, was man als Erstes sieht. Somit sollte man sich auch in diesem Punkt Gedanken machen, damit nicht nur die Leistung, sondern auch die Optik passt. Nachdem ich schon vor vielen Jahren zuerst ein schwarz-blau beleuchtetes System und vor knapp 8 Jahren ein schwarz – rot beleuchtetes System aufgebaut habe, war nun klar, dass es nun ein schwarz grün beleuchtetes System werden wird.
Deswegen fiel meine Wahl auf das Sharkoon DG700 in der grün beleuchteten Version.

An der Front bietet es 2x USB 3 und 2x USB 2, was mir das anstecken von USB-Sticks und anderen extrenen Geräten deutlich erleichtern wird. An der Seite befindet sich ein Sichtfenster, wodurch man die in schwarz gehaltene Platine mit den weiß/silbrigen Kühlern des Mainboards und Grafikkarte als Eye-Catcher deutlich sehen kann und eine interessante Auflockerung im streng schwarz-grün gehaltenen System bringen wird.

Allerdings nicht nur die Optik, sondern auch das Kabelmanagement ist bei diesem Gehäuse ein Traum, denn Netzteil und Festplatten sind verseteckt und der gesamte Kabelsalat versteckt sich somit hinter dem Mainboard und die SSD bleibt auch verborgen.
Das bietet einerseits für den kühlenden Luftstrom, als auch für die Optik enorme Vorteile.

Wie schon erwähnt wird bis auf das Mainboard alles streng in schwarz grün gehalten, so auch der CPU-Kühler der durch seine guten Kühleigenschaften überzeugen kann.

Natürlich benötigt der CPU Kühler auch den passenden Lüfter, der ebenfalls auf Laufruhe getestet wurde.

DVD Brenner:
Auch heut zu tage darf in einem PC ein DVD Brenner nicht fehlen, allerdings sind die Meisten günstigen Modelle sehr laut. Ausser dieser hier, der ist laut Rezessionen sehr leise…. Hoffentlich

Monitor:
Einer der schwierigsten Entscheidungen war, “welchen Monitor soll ich nehmen”. Ein professioneller Bildschirm von Eizo wäre mir zu teuer und um 300€ gibt es unzählige Modelle. Jedoch gibt es nicht sonderlich viele die den sRGB Farbraum beinahe Vollständig darstellen können, außer diesen hier, den Dell UltraSharp U2515H. Mit 25 Zoll Diagonale bietet der Bildschirm viel Platz am Desktop und dank der QHD Auflösung verspricht er eine gute Schärfe.
Ebenso der Testbericht verspricht hohe Qualität und eine gute Performance für Bild und Videobearbeitung, nach ausreichender Kalibrierung.

Neben der hervorragenden Qualität, bietet der Monitor allerdings auch sehr viele Anschlüsse. Am Wichtigsten ist hier neben dem Displayport und HDMI Anschluss der 4x USB 3 Hub. denn dieser bietet viele Vorteile.
Einerseits sind die Anschlüsse nach unten gerichtet, was bedeutet, das man die Kabel gut und schnell hinter dem Tisch verschwinden lassen kann, andererseits kann man hier einige Geräte anschließen.

Eines dieser Geräte ist meine alte Docking Station, mit der ich Festplatten zur Datensicherung mit einem eSATA – USB 3 Adapter weiterverwenden kann und weiterhin meine Daten somit auf eine Festplatte fürs “Lager” kopieren kann. zusätzlich bietet die Docking Station einen USB 2 Hub und Card Reader.

Natürlich Bedarf es auch eines USB 3 Card Readers, der ebenfalls am Bildschirm USB Hub angeschlossen wird und eventuell kommt noch eine USB TV Karte dazu, für die freien Stunden. das ist allerdings noch nicht fix.

Eingabegeräte:
Diese werden an den beiden USB 2 Anschlüssen am Mainboard angesteckt und hier kommt einerseits die Logitech MX500 zum Einsatz, die aufgrund ihrer Einfachheit aber doch komfortablen Benutzerfreundlichkeit schon seit paar Monaten sehr gute Dienste leistet.

Als Keyboard hab ich mich für das Fujitsu KB910, was ebenfalls sehr einfach gestaltet ist und beleuchtete Tasten bietet. Das ist vor allem in dunkleren Arbeitsumgebungen und in der Nacht sehr hilfreich.

Alles in allem sollte dieses System für die kommenden Jahre ausreichend Power bieten, einerseits Bildbearbeitung, aber auch für Videos mit H.265 Codec in 4K. später habe ich noch die Option den Arbeitsspeicher auf 64GB zu erweitern, auf eine schnellere Grafikkarte aufzurüsten und eine schnellere M2 SSD einzubauen.
Freue mich schon wenn ich das fertige Projekt Mitte Juli präsentieren kann.
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