Discoinferno

Am Abend des 5. Juli 2012 zog von Westen eine Gewitterlinie übers Land, die kurz vor ihrem Tod noch einmal auflebte und ein spektakuläres Himmelsfeuerwerk lieferte.

Trotz der großen Entfernung von 20 bis 30km konnte ich neben dem Wetterleuchten auch einzelne Blitze erwischen.

 

 

 

Natürlich lies ich es mir nicht nehmen, eine spektakuläre Zeitrafferaufnahme von diesem Himmlischen Discoinferno zu machen

So impossant dieses Schauspiel auch war, stellt sich aber auch die Frage, warum kam es zu so zahlreichen Blitzen?

Die Antwort sieht man eigentlich schon, wenn man aufs Blitzrardar und Niederschlagsradar schaut:

 

 

Von Westen zog eine schwächelnde Gewitterfront auf, die sich plötzlich enorm verstärkte, eine sehr heftige Squallline ausbildete und auch denentsprechend viele Blitze produzierte.

Jedoch wäre auch noch interessant, warum sich eigentlich eine sterbende Gewitterfront so schlagartig intensivieren kann?

Hier findet man die Antwort ganz einfach in den Karten der äquivalent potentiellen Temperatur. Man erkennt den Gewitterkomplex aus Westen wie er sich anfangs durch Bereiche niedriger Energie durchkämpft und als der Ausfluss dieses Komplexes die Energiereichere Luft weiter Östlich erreicht, wird diese zum Aufstieg gezwungen und die gewaltigen Energiemengen werden aktiviert, was sich auch anhand der Extremen Blitzrate zeigte.

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