Hochwasser an der kleinen Erlauf am 28. Mai 2014

Am 28. Mai 2014 wurde das niederösterreichische Mostviertel zum zweiten Mal binnen weniger Wochen von massiven Überflutungen heim gesucht. Nach dem mitte Mai vorallem die Pielach und große Erlauf betroffen waren, war diesmal die vorallem die kleine Erlauf massiv betroffen.

Bericht:

Kaum zwei Wochen nach dem letzten Hochwasser als sich der Boden schon fast von den massiven Wassermassen erholen konnte, kam das nächste Tiefdruck Gebiet und brachte verbreitet Starkregen. Die Flüsse stiegen um bis zu einem Meter pro Stunde an und das brachte vorallem an der kleinen Erlauf ein signifikantes Hochwasserereignis.
So wie hier in Wang, wo das Flussbett für die Wassermassen zu klein wurde.

 

Allerdings auch weiter Flussabwärts gab es Ausuferungen wie hier in Marbach an der kleinen Erlauf.

Besonders schlimm traf es den Golfplatz bei Schloss Ernegg

Sogar einzelne Häuser waren in Gefahr überflutet zu werden

 

 

ANALYSE:

Wie immer in Anbetracht eines so schrecklichen Ereignisses fragt man sich auch, warum ist das passiert? An diesem Tag war klar, es hat viel geregnet, sehr viel sogar!

 

Verbreitet fielen binnen weniger Stunden um die 90l/m² stellenweise sogar noch mehr und das auf sehr engem Raum.

In Gresten wurden Niederschlagsraten von 8 bis 12mm/h über mehrer Stunden hinweg registriert und da der Boden nach dem letzten massiven Hochwasser kaum noch Wasser aufnehmen konnte, verursachte das massiv steigende Pegel.

Zeitweise schnellte der Pegel bis zu einen Meter pro Stunde in die Höhe.

Am Niederschlagsradar erkennt man sehr schön, wie sich dieses Starkregenfeld formiert und sich über Stunden hinweg auf dem selben Gebiet ausregnet.

Aber jetzt fragt man sich einmal mehr, Warum?
Die Antwort zeigen die Wettermodelle und zwar handelt es sich um ein sogenanntes Vb-Tief. Solche Tiefdruckgebiete werden von einer Kaltluftzunge (grüner Patzen mit blauem Pfeil) so gelenkt, dass dieses Tief eine besondere Zugbahn einnehmen muss, die sogenannte Vb Zugbahn (schwarzer dicker Pfeil) Hier kommt das Tief am Alpenostrand zu liegen und saugt einerseits warme feuchte Luftmassen vom Mittelmeer an (rote Pfeile), die dann an der kühlen Luft aus Norden (Blauer Pfeil) aus kondensieren und durch die zyklonale Rotation (schwarze kleine Pfeile) an die Alpen gesteuert werden und sich dort auszuregnen.

Die Folgen dieser Wettererscheinung sieht man hier in diesem Video einmal mehr.

SCHLUSSWORT:

Zum Abschluss möchte ich mich noch herzlich bei den Wetterreportern Nik, Christoph  und Jürgen für die Materialsammlung bedanken um diesen Bericht zu ermöglichen.

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