Rotating Thunderstorms

Am 1. Juli 2012 begann die stärkste Hitzewelle des bisherigen Jahres täglich Gewitter hervor zu bringen und am ersten Tag traf es auch meine Heimatstadt Wieselburg, wo die zur Zeit statt findende Wieselburger Messe “Inter Agrar” mit dem Wieselburger Volksfest, unsanft beendet wurde.

BERICHT:

Nach schon einigen heißen Tagen war es am 1. Juli so weit und die aufgestaute Energie entlud sich in Form heftiger Unwetter.
Während es am Nachmittag noch sonnig und sehr heiß war, begann sich am späteren Nachmittag der Himmel rasch zu verdunkeln und es wurden bald erste Strukturen erkennbar.

An dieser dunklen rotierenden Aufwindbasis des Unwetters bildete sich auch eine Wallcloud aus, die immer wieder ziemlich schnell Fracten hoch zog, aber für eine Funnelcloud reichte es nicht aus.

 

Auch die grünliche Fäbung dieses Unwetters ließ auf besonders heftige Niederschläge und Hagel schließen.

Zum Glück wehte der Outflow der Zelle nur ein wenig Regen zu meinem Standort und das Schlimmste zog nördlich vorbei. Jedoch hob der kühle Outflow die noch vorhandene schwüle Luft an und aufgrund der guten Scherungsbedinnungen dieses Tages entwickelte sich vor meinen Augen binnen weniger Minuten ein Strukturelles Rotierendes Monster, was mir auch einen grellen Blitz schickte.

Die rasche entstehende Mesozyklone ober mir brachte noch intensivere Strukturen und Stimmungsvollere Eindrücke hervor, als das vorige Unwetter.

Hier am Video erkennt man schön die Rotierenden Monster, vorallem die Entstehung und der Beginn der Mesozyklone der zweiten Zelle ist gut zu sehen.

ANALYSE:

Am Blitzloop des ersten Juli sieht man wie heftig und Blitzreich die Unwetter dieses Tages waren. teilweise über 2000 Blitze in 10min was wirklich sehr beachtlich ist!

Auch am Niederschlagsradar kann man analog zum Blitzloop schön die Gewitterlinie die sich an diesem Tag formiert hat, erkennen.

Ein vergrößerter Ausschnitt des Niederschlagradars zeigt einerseits nördlich von mir den roten Punkt, die heftige Unwetterzelle, die nördlich vorbei Zog und weiter unterhalb die zweite Zelle. Dieses Bild stammt von 18h UTC, zu diesem Zeitpunkt entstand grad die zweite Zelle vor mir und man kann diese schon durch den orangenen Punkt unterhalb der rot leuchtenden Zelle erkennen.

Wie kommt es dazu, dass so viele heftige Unwetter auf einmal entstehen?

Es ist leicht erklärt, weil desto heißer und schwüler es ist, desto mehr Energie ist für Unwetter vorhanden. Wärmeenergie war mehr als genug vorhanden, wie man hier sieht, vorallem weil es sogar einen neuen Juni Hitzerekord gab, der den alten mit 37,2°C weit in den Schatten stellte.

Des weiteren war auch extrem viel Energie vorhanden, von der diee Unwetter zeren konnten und natürlich zu der Energiereichen Luft auch dem entsprechend viel Feuchtigkeit.

Auch die darauf folgenden Tage blieb es so heiß und mit Temperaturen von bis zu 38°C und Taupunkten um die 20°C war auch weiterhin enormes Unwetterpotential vorhanden. Jedoch stellt sich die Frage, wie es dazu kommen kann, dass es Tagelang jeden Tag Unwetter geben kann und es täglich aufs Neue sehr heiß wird. Die Antwort findet sich auf dem Atlantik. Ein Höhentief steuert an seiner Ostflanke ständig subtropische mediterane Luft von Süd nach Nord und an der Luftmassengrenze, die kaum weiter nach Osten zieht, Flammen aufgrund der Tageserwärmung ständig neue Gewitter auf, was auch noch einige Tage weiter so blieb.

 

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