Vulkanausbruch in Island im April 2010

Am 14. April 2010 hat der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island, nach schon mehreren leichteren Eruptionen, begonnen Asche und giftige Gase bis über 11km hoch in die Atmosphäre zu schleudern. Der Jetstream in den höheren Atmosphärenschichten befördert diese Wolke aus Asche und Schwefeloxid Richtung Europa und verursachte ein Flugchaos, weil die Flugzeuge wegen der Aschepartikel nicht mehr fliegen können.

 Die Aschewolke auf dem Weg zum europäischen Festland

 

 Das leuchtend orange ist die Aschewolke auf dem Weg nach Österreich

In weiterer Folge hätte es bei einem längeren Andauern der Eruption auch zu einem vulkanischen Winter kommen können, der einerseits durch die Asche- bzw Schmutzpartikel (Aerosole) in der Atmosphäre verursacht wird. Denn das würde dann vermehrt zur Wolkenbildung, hervorgerufen durch die Aerosole, führen. Andererseits, wenn der Vulkan das Schwefeloxid (SO2), das sich mit Wasser zu Schwefelsäure verbindet, bis in eine Höhe von über 13km hinaufbefördert, könnten sich die Säuretröpfchen über den ganzen Globus verteilen und die Sonnenstrahlen, die durch das damalige Sonnenaktivitätsminimum sowieso schon schwächer waren als normal, abschirmen, was zu kühleren Temperaturen und Wetterkapriolen führen würde.

 

 so sah die gewaltige Aschewolke aus der Ferne aus
Hier eie Luftaufnahme

Am 19. April wollten Experten festgestellt haben, dass eine Eruption des Katla, ein benachbarter Vulkan des Eyjafjallajökull, in den nächsten sieben Tagen passieren könnte. Jedoch kann es auch noch mehrere Monate dauern bis es soweit ist. Diese Eruption könnte bis zu 40 mal stärker werden und die giftigen Gase und die Asche bis über 13km hoch in die Atmosphäre schleudern. Sollte dies der Fall sein, werden die gestrichenen Flüge Mitte April 2010 im Verhältnis bald nur mehr ein kleines Problem für uns darstellen …

Hier noch einige Aufnahmen dieser beeindruckenden Naturgewalt

 

 

 

 

Bis Mai 2011 gab es noch keine weiteren verheerenden Ausbrüche. Da aber der Katla jedoch oft auch erst einige Montae bzw Jahre später ausgebrochen ist, bleibt die Situation dennoch interessant.

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